Das Tierheim Schleiz ist im „Deutschen Tierschutzbund e.V.“. Es wird durch den Tierschutzverein „Oberland“, über Zuschüsse von Gemeinden und einer Vielzahl an Spendern getragen. Das Überleben des Tierheimes Schleiz ist vor allem der spendenfreudigen Bevölkerung zu verdanken.
Das Tierheim in Schleiz bietet ein Zuhause für etwa 30 Hunde, 50 Katzen und verschiedener Kleintierarten.


Juni 1990
Engagierter Tierliebhaber veröffentlichten in der OTZ, die Ostthüringer Tageszeitung, einen Aufruf zur Gründung eines Tierschutzvereins. Darauf hin meldeten sich vier Interessenten. Zur ersten offiziellen Veranstaltung waren bereits 16 Personen anwesend.

4. Dezember 1990
Auf der Gründungsversammlung wurde für den Verein der Name „Oberland“ ausgewählt. Uwe Bauer, Vorsitzender des Vereins, und Marion Damisch, Vorstandsmitglied, regten die Schaffung eines Tierheimes an. Die Mitglieder des entstandenen Vereins nahmen Kontakt mit zwei Tierheimen in Bayern auf. Der „Tierschutzverein Hof“ und das „Tierheim Pfaffengrün“ standen unserem Verein mit Rat und Tat zur Seite.
Bald wurde ein Pachtgrundstück von 1.500 m² gefunden und von der damaligen Besitzerin zur Verfügung gestellt. In Eigeninitiative wurde der Aufbau des Tierheimes begonnen.

1991
Unsere Tierschützer richteten als erstes eine notdürftige Tierstation ein. Der erste Heimbewohner war ein zehn Jahre alter Dalmatiner. Auf dem Gelände des Tierheimes gab es weder einen Strom-, Telefon- noch einen Wasseranschluss, so dass das Wasser für die Hunde im Winter in Thermobehältern gebracht werden musste. Auch eine Zufahrt zum Grundstück gab es nicht, was den Transport von Baumaterial erschwerte. Das Tierheim hatte kein Fahrzeug und an finanziellen Mitteln mangelte es. Deshalb musste alles ehrenamtlich geleistet werden. All diese Sorgen waren natürlich keine Kleinigkeiten und so erkannten die Vereinsmitglieder, welches Risiko sie eingegangen waren. Einige Helfer resignierten. Durch weitere Kontaktaufnahmen konnten die Probleme nach und nach gelöst werden. Das DRK stellte den Tierschützern einen abgeschriebenen Krankenwagen B1000 als Transportfahrzeug zur Verfügung.

13. September 1991
Der Verein erhält das Wegerecht über das Gelände der Wasserwirtschaft. Außerdem errichtet die Wasserwirtschaft einen kostenlosen Wasseranschluss.

1992
Unsere Tierschützer gründeten eine Tierschutzgruppe.

1993
Der Betrieb „Starkstromlagenbau Lobenstein“ realisierte den Traum vom Stromanschluss. Es wurde Leitungen, Steckdosen und Lampen installiert. Durch Bauzeichnungen über die Anordnung von Tierunterkünften und Wegen nahm das Gelände langsam Form an, zunächst allerdings nur auf dem Papier.

1994
Der Landesverband wird auf das Tierheim aufmerksam. Der Vorsitzende des Landesverbandes, Herr Fischer und Herr Professor Fuchs, halfen bei der Bereitstellung von Fördermitteln. Zielstellung beim Errichten des Tierheimes war es, von den sterilen Tierunterkünften weg zu kommen. Das Tierheim wurde entsprechend der Tradition aus Holz gebaut, Schutzunterkünfte aus Holz mit warmer Hütte und großzügigem Auslauf, um Sozialkontakte zu knüpfen. Im selben Jahr berichtete der MDR zum ersten Mal in seiner Sendung „tierisch-tierisch“ mit Uta Brezan vom Schleizer Tierheim.

1995
Uwe Bauer, Vorsitzender des Vereins, erhielt für sein unermüdliches Wirken und Schaffen im Tierheim Schleiz, den Thüringer Tierschutzpreis vom Land Thüringen.

1996 – 2001
In den Folgejahren wurden die Bedingungen im Tierheim verbessert. Zwingeranlagen und Freiläufe wurden verschönert, Wege mit Bitumen versehen.
Neue Probleme taten sich auf, als die Erbengemeinschaft, der das Grundstück gehörte, kurzerhand den Termin zum Verkauf absagte. Zudem wurde von ihnen der Preis pro m² erhöht und der Kauf des Zusatzgeländes als weitere Bedingung gestellt. Trotz all dieser Hindernisse schaffte es der Verband mit Hilfe von Sponsoren, Sammlungen, Rentnern sowie Betrieben und dem Deutschen Tierschutzverbund, das geforderte Geld aufzutreiben.

2002
Eine große Freude für alle Vereinsmitglieder und Tierfreunde, war die Bereitstellung und die Montage einer Heizungsanlage, die von einem Gräfenthaler Unternehmer gesponsert wurde.

2003
Bau einer Igelstation sowie eines Kleintierzimmers. Unterstützung hierfür erhielten sie durch die „Kreisparkasse Saale-Orla“. Uwe Bauer erhielt für seine unermüdliche Arbeit die „Assisi-Medaille“. Frau Marion Damisch und Frau Elfriede Wöllner erhielten den „Tierschutzpreis“.

2004 – 2016
In den kommenden Jahren wurden durch Eigeninitiative die Haltungsbedingungen der Tiere verbessert. Es fehlt trotzdem noch an einer Festanstellung für das Tierheim, für die Vereinsleitung müssen neue und engagierte Tierschützer gewonnen werden. Ohne die freiwilligen Helfer, die auch am Wochenende arbeiten, und die freiwilligen Spender hätte das Tierheim keine Perspektive.